Denis Bacholdin

Ist im Jahre 1981 geboren.

Denis ist in Moskau geboren. Er hat zwei Hochschulbildungen: Psychologe und Ökonom. Er arbeitete bei einer Bank. Am 6. Mai 2012 nahm er an der Aktion auf Bolotnaja Platz vor der Inauguration Putins für die dritte Dauer teil, büßte administrative Verhaftung ab und bald war aus der Arbeit entlassen.

An den Protesten begann er aktiv wegen des Anfangs der Militäraggression Russlands gegen der Ukraine teilnehmen. 2014 war er mehrmals von Polizei festgehalten, büßte administrative Verhaftungen ab. Im Herbst 2014 zog er in die Ukraine um. Im März 2017 erwies er sich auf Grenzgebiet Russlands, in Oblast Brjansk. Er war wegen Aufenthalt dort ohne speziellen Passierschein festgehalten. Nach der Kontrolle der persönlichen Sachen war er in den Status des Verdächtigers wegen Verübung eines Verbrechens versetzt, das mit dem Artikel „Organisation der Tätigkeit der extremistischen Organisation“ (Art. 282.2 des Strafgesetzbuches) vorgesehen ist, nämlich mit dem zweiten Teil dieses Artikels: „Teilnahme an der Tätigkeit einer gesellschaftlichen oder Religionsvereinigung oder einer anderen Organisation, über deren von dem Gericht in Kraft einen Beschluss der Liquidation oder Verbot der Tätigkeit wegen Ausführung der extremistischen Tätigkeit getreten. Ausnahmsweise sind Organisationen, die entsprechend der Gesetzgebung Russlands als terroristische Organisationen anerkannt sind“.

Im gegebenen Fall sieht man „Prawyj Sektor» als eine extremistische Organisation an, Beschluss des Obersten Gerichts der Russischen Föderation vom 17. November 2014 sieht man als ein Rechtsspruch an. Laut dem gegebenen Beschluss „sind zugrunde der Ideologie von „Prawyj Sektor» radikaler ukrainischer Nationalismus und unterstrichene Russophobie gelegt. Eine von gemeldeten Zielen von „Prawyj Sektor» ist Ausführung des bewaffneten Widerstand der „russischen Aggression in der Krim““. U.a. beschloss das Gericht auf diesem Grund die ukrainische Organisation „Prawyj Sektor» unter den anderen Organisationen als eine extremistische Organisation anzuerkennen und ihre Tätigkeit auf Territorium Russlands zu verbieten.

Wie Bacholdin sagt, nach der Festnahme fesselte man ihn für 12 Stunden mit Handschellen an eine Batterie, schlug man ihn auf Beine und Kopf, versuchend auf diese Weise Angaben zu erreichen. Denis sagt irgendeine Angaben der Ermittlung zu geben und jede Prozessdokumenten ab. Auch sagt er Fragen des Richters zu beantworten und Fragen von anderen Teilnehmern der Gerichtsverhandlungen ab. Zuerst war er auf eine ambulante psychiatrische Expertise gerichtet, und dann war er auf eine stationäre Expertise an das Serbski-Wissenschaftszentrum für Sozial- und Gerichtspsychiatrie in Moskau; in letztem Falle im Ergebnis seiner Absage Fragen der Ärzte im wesentlichen zu beantworten ein Konflikt entstand, der Denis mit trockenem Hungerstreik löste. Im Ergebnis war die Expertise vorfristig abgeschlossen.

Zur Zeit ist Denis Bacholdin im Gefängnis-1 in der Stadt Brjansk. Die Gerichtsverhandlung im wesentlichen wird im Suzemskij Kreuzgericht in Oblast Brjansk verlaufen.

Man beschuldigt Bacholdin anderer Verbrechen nicht, außer „Teilnahme an „Prawyj Sektor»» auf Territorium der Ukraine, wo niemand diese Organisation verbietet. Als Beweis an dem Verfahren sind auch die Angaben „des Zeuges, dem man zu geheimen Dokumenten Zutritt gewährte“, der zur Zeit auch Strafe in Russland abbüßt.

Die Menschenrechtsorganisation „Memorial“ erkannte Denis Bacholdin als politischer Gefangener wegen offensichtlicher Anwesenheit des politischen Motivs in seiner Sache, wegen Fehlen des realen Tatbestands, wegen der Elemente von Falsifikation der Beweise in der Sache an.

Man muss beachten, dass der Untersuchungsausschuss Russlands die Anklage der Teilnahme an „Prawyj Sektor» in der letzten Zeit öfter sowohl Staatsbürger Russlands als auch Staatsbürger der Ukraine vorweisen. Die gegebene Organisation figuriert in den Anklagen sowohl nach obenerwähntem Artikel 282.2, Teil 2, als auch nach den Anklagen nach dem Artikel „Söldnertum“ (Art. 359 des Strafgesetzbuches). Übrigens weist man bedeutenden Teil von ihnen in Abwesenheit vor. Es ist bekannt, dass vor kurzem unter Anklage der Teilnahme an der extremistischen Organisation „Prawyj Sektor» zwei Staatsbürger der Ukraine als Minimum, Alexander Schumkow und Roman Ternowskij, verhaftet waren. Man legt Ternowskij zur Last, dass er „im Bestand der Teilnehmer der Organisation „Prawyj Sektor» mehrmals an Protestposten, Kundgebungen und anderen Veranstaltungen auf Territorium der Ukraine teilnahm. Außerdem, benutzend Benutzerkonto im sozialen Netzwerk «Facebook», führte Ternowskij Propaganda der Tätigkeit der Organisation „Prawyj Sektor» unter Internetbenutzer, darunter Personen, die ständig auf Territorium Russlands wohnen, aus“. Der Untersuchungsausschuss kommentiert diese Neuigkeit: „Arbeit in Errichtung und Anwerbung zu strafrechtlicher Verantwortlichkeit der Leiter und Teilnehmer der Organisation „Prawyj Sektor» fortgeht“.

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