Jurij Dmitriew

Ist im Jahre 1956 geboren.

Jurij Dmitriew ist in der Stadt Petrosawodsk (die Republik Karelien) geboren. Er war von einer Familie der Militärpersonen adoptiert. Er studierte in einer medizinischen Hochschule, aber er absolvierte nicht. Er war Schlosser, arbeitete bei einer Fabrik. 1989-1991 war er Assistent des Volksdeputierters von Sowjetrepublik, später von Russischer Sozialistischer Föderativer Sowjetrepublik.

Eines Tages meldeten Journalisten, dass in Oblast Petrosawodsk von dem Baggerführer im Lauf der Arbeit Knochen gefunden waren: Dmitriew wies nach, dass es die Knochen von den erschossenen die 1930-e Jahre Gefangenen waren, und er erreichte ihre Exhumierung. Seitdem weihte er sich Suchen der Plätze der Erdbestattung und Rückgabe der Namen den Opfer der Repressivmaßnahmen in Karelien, die Stalin begann. Damals begann auch seine Zusammenarbeit mit der Gesellschaft „Memorial“.

Expeditionen unter der Leitung von Jurij Dmitriew entdeckten Massenerdbestattung erschossenen Opfer des Großen Terrors in Sandarmoch (neben der Stadt Medweschjegorsk, 1997), in Krasny Bor (neben der Stadt Petrosawodsk, 1997), die Grabstätte der Bauarbeiter des Belomorkanals auf Barsutschja Gora (2003), die Beerdigung der erschossenen Gefangenen auf Sekirnaja Gora (Solowki (die Solowezki-Inseln), 2004-2006). Er war einer von Begründer der Gedenkstätten auf den Stellen dieser Grabstätten, und auch setzte er einige Bücher des Gedenkens an die Verfolgten in Karelien und in den anderen Regionen auch auf. Als Experte nahm er an der Untersuchung der Grabstätte in Bykiwnja (Oblast Kiew, die Ukraine, 2001) teil.

Die letzten Jahre arbeitete Dmitrij an dem Buch über die Zwangsansiedlungen in Karelien (über die Menschen, die gewaltsam dorthin aus den anderen Regionen übergesiedelt waren).

Jurij Dmitriew ist Vorsitzende der Abteilung Kareliens der Menschenrechtsorganisation „Memorial“ (ab 2014), Mitglied der Kommission in Wiederherstellung der Rechte der rehabilitierten Opfer der politischen Repressalien bei der Regierung der Republik Karelien (ab 2002).

Ab 1998 ist am 5. August auf dem Gedenkfriedhof „Sandarmoch», wo viele hervorragenden Persönlichkeiten aus Polen, der Ukraine, Weißrussland, Georgien, Aserbaidschan und auch den anderen Regionen von Sowjetunion, der Tag des Gedenkens an die Opfer des Großen Terrors 1937-1938. 2015 händigte eine polnische Delegation Jurij Dmitriew Gold-“Verdientskreuz» ein. Nach Worten seiner Kollegen, die letzten Jahre begann solche Aufmerksamkeit auf diese Seite der Sowjetgeschichte die Behörden zu ärgern, und der Historiker erwartete Verfolgungen.

Am 13. Dezember 2016 war Jurij Dmitriew verhaftet. Bald beschuldigte man ihn des Artikels „Anwendung von Minderjährige mit der Absicht Pornomaterialien zu anfertigen“ (der 2. Teil des Artikels 242.2 des Strafgesetzbuches Russlands). Gründung für die Anklage wurden die Fotos der Adoptivtochter, die im häuslichen Computer waren. Es gab auch Fotos des Mädchens ohne Kleidung.

Im Februar 2017 klagte man ihn auf Grund derselben Fotos nach den Atikel „Unzüchtige Handlungen ohne Anwendung der Gewalt zu einer Person, die offenkundig noch nicht bis zu 16 Jahre alt gelangte“ (Art. 135 des Strafgesetzbuches), und auch „Unzüchtige Handlungen ohne Anwendung der Gewalt zu einer Person, die offenkundig noch nicht bis zu 12 Jahre alt gelangte“ (Teil 3 Art. 135 des Strafgesetzbuches der Redaktion 2009) an. Untersuchungsführers Meinung nach, die unzüchtigen Handlungen bestehen darin, dass Dmitriew sexuelle Erregung bei der Aufnahme der Tochter empfand.

Außerdem, auf Grund der Fragmente der Jagdwaffe, die während der Durchsuchung am 13. Dezember konfisziert waren, war ihn einer Anklage nach dem Artikel „Ungesetzliche Aufbewahrung der Grundteile der Feuerwaffe“ (Teil 1 Art. 222 des Strafgesetzbuches) beschuldigt.

Seine Schuld erkannte Jurij Dmitriew nicht an. Seine Freundes Erklärung nach, die Fotos stellen Gesundheitstagebuch der Adoptivtochter dar, das er lange Zeit für den Fall der Ansprüche von der Seite Vormundschafts führte: diese Fotos befanden sich im persönlichen Computer und wurden niemand übergeben. In der Sache erwiesen sich 9 Fotos aus ca. 200. Zugrunde der Anklageschrift an dem Verfahren lag die Begutachtung, die von jener Expertengruppe bereitgestellt war, die auch als Expertengruppe in Reihen der anderen politischen Sachen auftrat.

Unabhängiger Experte, Präsident des Nationalinstituts der Sexologie, meldete über Haltlosigkeit der durchgeführten Expertise und bestätigte, dass man die Fotos, die in der Sache figurieren, als pornographische Materialien ansehen nicht kann.

Zur Zeit verhandelt das Kreisgericht in Petrosawodsk über die Sache von Dmitriew. Alle Sitzungen sind für Presse und Besucher geschlossen, weil die Sache die Minderjährige betrifft. Für Unterstützung von Jurij Dmitriew traten bakennte Schriftsteller, Wissenschaftler, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus verschiedenen Länder der Welt auf. Die Petition mit Verlangen den Historiker zu freilassen unterschrieben mehr als 30 tausend Leute.

Die Menschenrechtsorganisation „Memorial“ findet, dass betreffende Strafsache politisch motiviert ist, auf unfreiwilliges Aufhören oder Änderung des Charakters der öffentlichen Tätigkeit von Jurij Dmitriew und von seinen Kollegen gerichtet war. Freiheitsstrafe war zu dem Angeklagter bei Fehlen des Tatbestands angewandt. Das Recht auf gerechte Gerichtsverhandlung war verletzt. Gewählte Vorbeugungsmaßnahme ist unverhältnismäßig faktischen Handlungen, wegen deren man ihn anklagt.

 

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